"Lauf gut einteilen"
Noch wenige Tage bis zum Startschuss des Halbmarathons in Meran. Rudi Brunner, erfolgreicher Marathoni und Sportlermitarbeiter, gibt im Interview Tipps für den Renntag.
Persönliche Bestzeit, Sieg beim Halbmarathon in Bludenz. Du bist anscheinend in Topform. Was ist passiert?Ich habe mich im heurigen Winter gut vorbereitet. Im Jänner und Februar bin ich wöchentlich zwischen 100 und 120 Km auf dem Laufband gelaufen. Dabei habe ich die Pulswerte niedrig gehalten und mir eine gute Grundlagenausdauer angeeignet. Diese Grundlage ist Voraussetzung für das gezielte, härtere Training mit Tempoeinheiten und Intervalltraining. Beim ersten Straßenlauf Ende Februar in Sinich bei Meran (10 Km) habe ich den Erfolg des guten Trainings bestätigt bekommen. Mein Wissen über Trainingssteuerung und -planung habe ich mir im vergangenen Jahr bei meiner Ausbildung zum Cardio- und Laktattrainer in Stuttgart angeeignet. Mit dem guten Gefühl im Bauch - und in den Beinen - gut vorbereitet zu sein, bin ich Mitte März beim Halbmarathon in Brugnera (IT) eine neue persönliche Bestzeit (1.07.38 Std.) gelaufen. In Bludenz (Vorarlberg, A) habe ich den Halbmarathon mit einer Zeit von 1.09.14 Std. gewonnen. Dabei bin ich den Großteil des Rennens alleine gelaufen, der Zweitplatzierte hatte im Ziel einen Rückstand von fast fünf Minuten.
Welche Zeit peilst du beim Halbmarathon am kommenden Sonntag in in Meran an?
In Meran möchte ich unter 1.09.00 Std. laufen. Das ist mir bei drei Teilnahmen in Meran noch nie gelungen.
Was ist der Schlüssel für eine gute Zeit in Meran, wie sollte man sich das Rennen einteilen?
Die Strecke in Meran sollte jeder Läufer mit Bedacht angehen und sich das Rennen gut einteilen. Es sind eine kleine Stadtrunde und zwei große Schleifen nach Algund und zurück nach Meran zu laufen. Ich rate allen Läufern nicht zu schnell zu starten, um genug Reserven für die zwei "Anstiege" nach Algund in der langen Gasse (Strecke von Meran nach Algund ) zu haben, denn die kosten Kraft.
Die Wettervorhersagen sagen für den Lauf in Meran wieder wärmere Temperaturen voraus. Wie sollten Läufer vor und während des Rennens darauf reagieren?
Bei warmem Wetter empfehle ich bereits am Vortag ausreichen zu trinken, zirka drei Liter Flüssigkeit auf den ganzen Tag verteilt sollten es schon sein. Beim Rennen selbst sollte man bereits bei der ersten angebotenen Verpflegungsstation ein bis zwei Schluck Wasser trinken. Auch bei den weiteren Verpflegungsstationen sollte man das Angebot nutzen um Dehydratation - und damit einen Leistungseinbruch - zu verhindern.
Interview: pas




