Optimaler Laufstil für mehr Power
Mit einer optimierten Lauftechnik kann Energie gespart und die Laufgeschwindigkeit erhöht werden. Im Idealfall ist das Ergebnis eine neue persönliche Bestzeit.
Einen einzigen "richtigen"
Laufstil gibt es allerdings
nicht. Jede
Lauftechnik hat in gewissen Situationen ihre
Vorzüge und jeder Läufer hat so seine kleinen Eigenheiten. Generell gilt aber:
Jede Bewegung, die nicht dem Vorwärtskommen dient, kostet unnötige Kraft und
Energie. Darunter fallen zum Beispiel heftig rudernde Arme beim
Laufen.
Grundsätzlich kann zwischen
drei Lauftechniken
unterschieden werden:
Rückfuß- oder Fersenlauf (der
Fußaufsatz erfolgt über die Ferse),
Vorfuß- oder Ballenlauf
(der Fuß setzt am Vorderfuß auf) und der
Mittelfußlauf (flacher
Aufsatz des Fußes).
Der Großteil der Freizeitläufer ist mehr oder weniger
bewusst als
Fersenläufer unterwegs. Dabei setzt der Läufer mit
der Ferse auf, rollt nach vorne ab. Der Vortrieb entsteht durch das Abdrücken
mit dem Vorfuß. Der Fersenlauf ist kraftsparend und eignet sich für
längere Distanzen. Ein Teil der Energie geht jedoch verloren, da der
Fuß vor dem Körperschwerpunkt aufsetzt und damit nicht die gesamte
Bewegungsenergie für ein effizientes Vorankommen genutzt wird. Außerdem ist der
Fersen- oder Rückfußlauf belastend für die Gelenke.
Eine weitere
Lauftechnik ist der
Vorfußlauf oder Ballenlauf. Der Lande-
sowie der Abdruckpunkt der Vorfußläufer liegt dabei im vorderen Bereich des
Fußes. Allerdings werden dabei der Vorfuß, Waden- und Schienbeinmuskulatur sowie
Achillessehne stark belastet. Dieser Laufstil eignet sich für
Sprints bis hin zu Distanzen
unter zehn
Kilometer. Für Einsteiger und Läufer mit Übergewicht ist diese
Lauftechnik ungeeignet.
Den Mittelweg zwischen den oben beschriebenen
Laufstilen bildet der
Mittelfußlauf. Dabei wird der Fuß mit der
Außenkante des ganzen Fußes aufgesetzt und sanft abgerollt. Der Abdruck erfolgt
über den Vorfuß. Während der Aufsatzphase ist das Knie leicht gebeugt und der
Körperschwerpunkt liegt über dem flachen Fußaufsatz. Dieser Laufstil bildet
einen
guten Kompromiss und kombiniert die Vorteile der beiden
anderen Laufstile und minimiert zugleich deren Nachteile.
Ein optimierter
Laufstil beschränkt sich aber nicht nur auf die Wahl richtigen Aufsetzen des
Fußes. Alle anderen
Teilbewegungen beim Laufen gilt es
ebenfalls zu
optimieren. Dazu zählen locker vor und zurück
schwingende Arme in entgegengesetzter Bewegung zu den Beinen, leicht gebeugte
Haltung des Oberkörpers (nicht absolut aufrecht und kein Hohlkreuz) und ein
entlasteter Nacken.
Je nach Laufgelände und Laufdistanz sollten die
unterschiedlichen
Laufvarianten abwechselnd angewandt werden.
Die Zauberformel für richtiges und verletzungsfreies Laufen lautet folglich:
Variabilität.