Natur statt Plastik
Alpinklettern hat einen ganz besonderen Reiz - schon allein aufgrund der beeindruckenden alpinen Umgebung, in der man sich dabei bewegt.
Eine der größten Herausforderungen für Neulinge im Alpinklettern ist die Wegfindung. Anders als beim Sportklettern ist der Routenverlauf meistens nicht durch die angebrachten Haken ersichtlich. Die Sicherungspunkte sind - wenn überhaupt vorhanden - oft in weiten Abständen angebracht, der Routenverlauf muss also anhand der Felsbeschaffenheit "erahnt" und intuitiv gefunden werden. Je mehr jemand Erfahrung im alpinen Gelände hat, umso leichter fällt dies.
Auch bei einer leichten Route müssen beim Alpinklettern die Sicherungspunkte oft selbst angebracht werden. Eventuell bereits vorhandene Sicherungspunkte - etwa Normalhaken oder Bandschlingen - müssen beurteilt werden. Dasselbe gilt für den Standplatzbau. Oft ist am Standplatz nur ein oder gar kein Haken vorhanden. Das Wissen, wie ein sicherer Standplatz mit Hilfe von Klemmkeilen, Friends und Schlingen errichtet oder verbessert werden kann, ist für den Einstieg in das Alpinklettern also unabdingbar.
Ein weiterer wichtiger Faktor beim Klettern in alpinen Routen ist das Wetter. Von einem Gewitter in der Wand überrascht zu werden ist aufgrund eines möglichen Blitzeinschlages lebensbedrohend, eine genaue Routenplanung, in der die Wettervorhersage und die Zeit für den Abstieg miteinfließt, dementsprechend lebenswichtig. Denn eine Bergsteigerregel besagt: Die Tour ist erst zu Ende, wenn du wieder unten bist.
Da die Begehung einer alpinen Route im Normalfall mehrere Stunden in Anspruch nimmt, dürfen auch Getränke und Müsliriegel im Kletterrucksack nicht fehlen. Gerade ungenügendes Trinken beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit enorm. Dadurch kann sich die Begehungszeit stark verlängern, was unter Umständen eine weitere Gefahrenquelle sein kann (einbrechende Dunkelheit, Gewitter).
Mögen die möglichen Gefahren beim Alpinklettern auf den ersten Blick furchteinflößend erscheinen, so sind sie bei guter und gewissenhafter Vorbereitung doch kaum vorhanden und ausgezeichnet beherrschbar. Und hört man erfahrenen Alpinkletterern zu, dann gibt es kaum ein erhabeneres Gefühl, als nach mehreren Stunden in der Wand auf einem einsamen Gipfel zu stehen und den Rundumblick zu genießen.
Die beste Vorbereitung auf ein solches Bergerlebnis ist ein mehrtägiger Alpinkletterkurs unter der Leitung eines Bergführers. Beispielsweise zu buchen bei Sportler Tours .
Grundausrüstung Alpinklettern
- bequemer Klettergurt
- bequeme Kletterschuhe
- zwölf Expressschlingensets (lang und kurz)
-
Bandschlingen, Reep- und Kevlarschnüre
- Abseilgerät (Achter, Reverso oder
Ähnliches)
- HMS-Karabiner (Halbmastwurfsicherungskarabiner)
- zwei
Schraubkarabiner
- Helm
- Doppelseil
- Klemmkeile
- Klemmgeräte
(Friends, Camalots)
- Chalkbag
- Trinkflasche
- Müsliriegel
-
Kletterrucksack
- eventuell Hammer und ein kleines
Hakensortiment




