Christian Hafner

The North Face Ultra Trail du Mont Blanc

Der UTMB ist die ultimative Herausforderung für Extremläufer. Eine Herausforderung, die Sportler-Personalchef Christian Hafner gerne annimmt.

Am 28. August 2009 fällt der Startschuss zum diesjähringen Ultra Trail du Mont Blanc (UTMB), der absolute Höhepunkt für Ultra- und Bergläufer. Bei diesem Wettkampf gilt es 166 Kilometer und 9400 Höhenmeter zu bewältigen. Und das nicht in einer Woche, sondern innerhalb von 46 Stunden. Wer danach ins Ziel kommt, wird nämlich nicht mehr in die Wertung genommen.

Ausgangspunkt dieses verrückten Rennens, das heuer bereits zum siebten Mal stattfindet, ist Chamonix am Fuß des 4.809 Meter hohen Bergriesens, welcher diesem Extremlauf den Namen gab. Warum tut sich jemand so eine Quälerei an? Wir haben Christian Hafner nach dem Grund seiner "Extremitis" gefragt.

Warum Laufen und warum gerade Extremlauf?
Christian Hafner: Laufen ist der perfekte Ausgleich zu meinem Beruf als Personalchef bei Sportler mit seinen 20 Filialen und den fast 600 Mitarbeitern in Italien und Österreich. Dieser spannende Job ist mit vielen Geschäftsreisen verbunden und Laufen bietet sich als Sport, den man nahezu überall ausüben kann, geradezu an. Manchmal lassen sich diese Geschäftsreisen auch mit Laufwettkämpfen verbinden, so war ich beim Marathon in Triest dabei und auch beim Ultratrail Lavaredo - Cortina, der über 50 Kilometer und fast 4.000 Höhenmeter ging.

Wie lange läufst Du schon?
Erst spät, im Alter von 38 Jahren, habe ich mit dem Laufen begonnen. Mittlerweile sind es ca. 40 Marathons und Ultramarathons, bei denen ich dabei war. Die Jagd nach Bestzeiten habe ich zugunsten des Laufgenusses aufgegeben. Langen Strecken, am liebsten in der Natur, und speziell 24-, 46-Stunden- oder noch-mehr-Stunden-Läufe begeistern mich besonders.

Wie bereitest du dich auf diese extreme Belastung vor?
Mein Laufjahr ist nach folgendem Muster aufgebaut: Regeneration mit Trainingsläufen je nach Witterung, meist nicht über zwei, drei Stunden in den Monaten Dezember, Jänner und Februar. Danach Aufbau auf Distanzen im Bereich von 35 bis 50km und mehr im März und April, diese Läufe absolviere ich teilweise in den frühen Morgenstunden. Später, im Mai und Juni, kommen mehr und mehr Bergläufe im Training dazu. Gegen Ende der Vorbereitung im Juli absolviere ich dann ein bis zwei lange und sehr anspruchsvolle Bergläufe. Die letzte Phase im August besteht dann aus leichten Hügelläufen und langen Nordic Walking Touren. Eine Woche vor dem Wettkampf gönne ich mir ein paar leichte Tagesbergtouren zur Akklimatisation und Regeneration.

Ist das Deine erste Teilnahme am Ultra Trail du Mont Blanc?
Ich war bei der Ausgabe des UTMB 08 dabei, musste aber mit Sehnenbandentzündung nach 24 Stunden bei Km 125 und 6.900 Höhenmetern das Abenteuer beenden. Heuer ist das Ziel eindeutig klar: Chamonix!

Wie hast du Deine erste Teilnahme erlebt? 
Die Entwicklung des UTMB-Laufes ist gigantisch, das Management absolut professionell. Durch einige Änderungen ist jetzt zwar das Profil entschärft worden, jedoch ist dies im Sinne der Veranstaltung und der Teilnehmer, da so ein möglichst flüssiges und staufreies Rennen - immerhin werden 2.300 Teilnehmer erwartet - für alle ermöglicht wird.

Na dann: Alles Gute für Deine diesjährige Teilnahme!

  • Ultra Trail du Mont Blanc 08

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