Ein Skihelm verringert das Verletzungsrisiko signifikant
Wer beim Skifahren und Snowboarden einen Helm trägt, ist gegen Kopfverletzungen gut geschützt. Trotzdem fahren viele Skifahrer immer noch helmlos.
Obwohl der effektive Schutz von Ski- und Snowboardhelmen bewiesen ist, sind viele Erwachsene immer noch "Helmmuffel". Während in Italien das Tragen eines Skihelms für Wintersportler unter 14 Jahren Pflicht ist, ist es den Erwachsenen europaweit freigestellt, ob sie ihren Kopf auf der Piste effektiv schützen wollen oder nicht.Laut einer Studie des österreichischen Marktforschungsinstituts Spectra werden folgende Argumente gegen das Tragen eines Skihelms am öftesten genannt: Unangenehm zu tragen (29 %), Probleme für Brillenträger (28 %), Einschränkung des Hörvermögens (27 %). Ganze 24 Prozent führen gar den modischen Aspekt ins Feld und meinen, ein Helm auf dem Kopf sehe nicht "cool" aus. Für all diese Gründe, die - berechtigt oder nicht - gegen das Tragen eines Helmes sprechen, gibt es ein schlagkräfiges Gegenargument: Laut Untersuchungen kann durch das Tragen eines Skihelms das Risiko, bei einem Sturz schwere Kopfverletzungen davonzutragen, um sage und schreibe 85 Prozent verringert werden. Und dass moderne Skihelme nicht cool aussehen würden, kann wohl auch nicht mehr ernsthaft behauptet werden. "In den letzten Jahren hat sich bei den Ski- und Snowboardhelmen hinsichtlich Material und Design sehr viel getan", so der zuständige Sportler-Einkäufer Peter Schenk. "Die Helme sind dank neuer Materialien viel leichter geworden und auf Farbe und Design wird bei den Herstellern großer Wert gelegt."
Auch das Argument, Helme würden das Hörvermögen beeinträchtigen, stimme nicht mehr: "Bei den so gannten Softhelmen ist der Bereich über dem Ohr aus weichem Material, weshalb das Hörvermögen kaum verringert wird." Mittlerweile, so Peter Schenk, seien Skihelme auf dem Weg zum Modeaccessoires.
Wer vernünftig ist und "cool" sein will, sollte in Zukunft also mit einem Helm auf dem Kopf auf die Piste gehen.



