(v.l.) Georg und Heiner Oberrauch, Landesrat Michl Laimer

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Die größte Photovoltaikanlage Südtirols

Die Firmengruppe Oberrauch (Sportler, Salewa, Oberrauch-Zitt) baut die größte Photovoltaikanlage Südtirols. Von den Dächern der verschiedenen Betriebshallen werden nach Fertigstellung des Projekts zwei Megawatt ins Stromnetz eingespeist werden.

Das ehrgeizige Projekt wurde am 21.10.2009 von den Brüdern Georg (Geschäftsführer Sportler AG) Heiner Oberrauch (Präsident der Oberalp-Salewa Gruppe) und im Beisein von Landesrat Michl Laimer den Medien vorgestellt. Hubert Leitner, Geschäftsführer des ausführenden Unternehmens Leitner Solar AG, erklärte die technischen Details der Anlage. Bei der Pressekonferenz war auch Architekt Walter Pichler zugegen.

Das engagierte Projekt sieht vor, die Dächer der  fünf  Betriebshallen der zur Oberrauchgruppe gehörenden Unternehmen mit hochleistungsfähigen Solarmodulen zu bestücken. So werden diese zu "Kraftwerken" umfunktioniert. Zusammengenommen ergibt das die größte Photovoltaikanlage Südtirols.   Insgesamt summiert sich die Fläche auf 9.597,5 Quadratmeter. Weitere 3.896,75 Quadratmeter kommen hinzu, sobald die Photovoltaikpaneele auf den Dächern der Sportlerfilialen in Treviso und Pordenone fertiggestellt sind. Insgesamt ist dies annähernd die Fläche zweier Fußballplätze.

Mit der auf den Dächern der Südtiroler Betriebe erzeugten Jahresproduktion von 2.118.027 Kilowatt (rund 2,1 Megawatt) sowie den 552.424 Kilowatt Jahresproduktion in Treviso und Pordenone könnte der Jahresverbrauch von ca. 900  durchschnittlichen Südtiroler Haushalten gedeckt werden. Durch den Bau der größten Photovoltaikanlage in Südtirol können nicht nur die Betriebe der Oberrauchgruppe nahezu zur Gänze mit Strom versorgt werden, sondern auch jede Menge des Klimakillers Kohlenstoffdioxid (CO2) eingespart werden. Würde nämlich die gleiche Menge Energie durch herkömmliche Kraftwerke gewonnen, würden jährlich über 2000 Tonnen Kohlenstoffdioxid in die Luft geblasen.

Heiner Oberrauch, Präsident der Oberalp-Salewa-Gruppe, unterstreicht die Vorbildwirkung des Projekts: " Südtirol ist im Bereich Solartechnik führend in ganz Italien. Diese Vorreiterrolle wird durch das Projekt Photovoltaikanlagen der Oberrauchgruppe noch einmal unterstrichen. Wir sind überzeugt, dass wir mit diesem Thema ein wichtiges Zeichen auf nationaler Ebene setzen. Als führender Anbieter  im Bergsport in Europa profitieren wir mit der Marke Salewa von der Natur. Deshalb leiten wir in konsequenter Weise die Verpflichtung ab, auf dieses hohe Gut - die Natur - Acht zu geben: Wir sehen es als unternehmerische Pflicht an, auch nachhaltig zu wirtschaften." 

Der Umweltgedanke war dementsprechend auch einer der Hauptgründe für die Planung und Verwirklichung dieses Projekts, erläutert Georg Oberrauch: "Sportler ist als Sportfachhändler naturnaher und gesunder Lebensweise geradezu verpflichtet", meint der Geschäftsführer der Sportler AG. "Deshalb ist es uns auch ein Anliegen, etwas für den Umweltschutz und damit der Erhaltung des natürlichen Lebensraumes zu tun. In der intakten Natur unterwegs zu sein gehört schließlich zur Philosophie von Sportler und seinen Mitarbeitern."

Die Gesamtkosten des Projekts in Südtirol belaufen sich auf rund 7,7 Millionen Euro. Die Kosten für die Verwirklichung der Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Sportlerfilialen in Pordenone und Treviso betragen 2,26 Millionen Euro.

Für die Georg und Heiner Oberrauch ist die Sonne ein Kraftwerk, "das uns nicht nur auf der nächsten Bergtour erfreut, sondern auch Energie liefert, die wir für unser tägliches "Sein" benötigen!