60 Jahre Scott: Wenn Innovation (Sport) Geschichte schreibt

    Scott ist unangefochtener Marktführer in der Herstellung von Sporträdern. Die Firmengeschichte ist gezeichnet von Innovationen, die den Weg mit Erfolgen pflasterten. Von Skiern über Rennräder bis hin zu Mountainbikes - Technik und Leidenschaft bilden das Binom, das allen Produkten gemeinsam ist und Scott auch heute, nach mehr als sechzig Jahren, zu einem Bezugspunkt im Ski-, Rad- und Motorsport macht.
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    60 Jahre Scott - die Erfolgsgeschichte beruht auf ständigen Innovationen. Zum Scott Onlineshop >>>

    Scotts aerodynamischer Lenker und die Tour de France 1989

    Greg LeMond muss an jenem Tag ein Stein vom Herzen gefallen sein. Es war während der ganzen Tour de France ein Katz-und-Maus-Spiel, das der US-Amerikaner mit seinem französischen Konkurrenten Laurent Fignon an den Tag legte. Vier Mal tauschte das Gelbe Trikot des Gesamtführers der Frankreichrundfahrt den Besitzer, ein Mal war es LeMond, dann Fignon, dann wieder Le Mond. Bis schließlich beim großen Finale der Tour – ein Zeitfahren – Fignon mit 50 Sekunden Vorsprung in der Hinterhand einem fast schon sicher geglaubten Sieg entgegenradelte.

    Doch LeMond hatte ein Ass im Ärmel, das anschließend das Zeitfahren revolutionieren sollte.

    Eine vom Schweizer Sportartikelhersteller Scott speziell entwickelte Lenkstange, die ihm half, eine strömungsgünstigere Position am Fahrrad einzunehmen, soll an diesem Tag der Garant dafür gewesen sein, dass LeMond letztendlich 58 Sekunden schneller die Ziellinie überquert. Es sollte mit nur acht Sekunden Vorsprung der knappste Sieg in der Geschichte der Tour de France sein.

    Dieser Sieg war Werbung, wie man sie sich nicht kaufen kann, erinnert sich Pascal Ducrot, ehemaliger Radrennfahrer und nun Vizepräsident von Scott Sports.

    Die Lenkstange wurde anschließend bei Zeitfahren zur Norm, im Triathlon zum Standard – und Scott etablierte sich damit im elitären Kreis der großen Sportartikelhersteller und gilt seitdem als Inbegriff der Innovation im Sportsektor.

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    Der Amerikaner Lemond (links) gewann 1989 die Tour de France mit einem Überholmanöver, das in die Geschichte einging. Das Geheimnis des Erfolgs liegt in den aerodynamischen Lenkern, die Charley French (oben rechts) zusammen mit Scotts Ingenieursteam entworfen hat. Unten rechts Lemond (Mitte) mit seinen Tour-Podiumskollegen.

    Innovation der DNA

    Geboren wird die Marke Scott 1958 im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ed Scott, gesegnet mit einem optimalen Hobby-Berufs-Verhältnis, entwickelt als Ingenieur und leidenschaftlicher Skifahrer im beschaulichen Sun Valley im US-Bundestaat Idaho den ersten Alu-Skistock. Bisher griff man auf Stöcke aus Bambus oder gar Stahl zurück – beides Materialien, die ob ihrer Fragilität beziehungsweise ihres Gewichts durchaus hinderlich beim schwungvollen Kurven auf den geliebten Brettern sein konnten. Tatsächlich dauerte es nicht lange, bis Scotts stabile und leichte Aluminiumlösung den anderen den Rang abgelaufen hatte und das Unternehmen Scott USA in diesem Bereich als Marktführer positionierte.

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    Seit den Anfängen ist Scott für seine revolutionären Innovationen bekannt, wie zum Beispiel den ersten Alu-Skistock, Produkt des Gründers, einem leidenschaftlichen Skifahrer und visionären Ingenieur.
    Wir haben noch nie Kosten bei Forschung und Entwicklung gescheut – Innovation ist Teil unserer DNA.

    Mit der Marke wurde aber auch eine Ideologie ins Leben gerufen, die die Marke Scott seit jeher begleitet und sich wie ein roter Faden durch ihr Businessmodell zieht. Der Geist des Gründers sollte aufrecht erhalten werden und Innovation die Strategie der nunmehr schweizerischen Sportmarke grundlegend prägen. Ducrot ist stolz auf den Weg, den man nunmehr in der Schweiz konsequent durchzieht.

    Beginn der Ära MTB

    In der Schweiz deshalb, weil das ehemalige US-Unternehmen im Jahr 1978 nach Europa expandierte und seinen Hauptsitz nach Freiburg im Üechtland verlegte. Infolgedessen wurde auch der Name der Firma geändert: Aus „Scott USA“ wurde „Scott Sports“.

    War es der guten Luft in der Schweiz geschuldet, dass der innovative Lauf von Scott weiterging und immer mehr Früchte trug, oder war es vielleicht doch die Expertise der Ingenieure, die sich Tag ein, Tag aus, Neues für ihr Unternehmen einfallen ließen? Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte – nichtsdestotrotz knüpfte man in den nächsten Jahrzehnten an die Erfolge der Vergangenheit an und brachte neben dieser revolutionären Lenkstange noch zahlreiche andere Neuerungen auf den Sportmarkt.

    Besonders die Mountain Bikes erfuhren über die Zeit eine beispiellose Entwicklung, obwohl man erst Mitte der 80er-Jahre auf den Zug aufgesprungen war.
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    Scott wechselt den Standort, verliert aber nicht seine Visionen: in der Schweiz spezialisiert sich die Marke auf den MTB-Bereich.

    Der Geniestreich

    1991 brachte man die erste Teleskopgabel heraus: ein Konzept mit Gleit- und Standrohr, die sich beim Einfedern ineinanderschieben. Darauf folgte die nächste, am Anfang zum Scheitern verurteilte, Neuerung im Fahrradbau.

    Keiner hat uns geglaubt, dass diese Technologie der Belastung, der man sich beim Mountainbiken aussetzt, standhält, erklärt Ducrot.

    Die Rede ist von den ersten Carbonrahmen. Man legte sich bei Scott fest, dieser Lösung eine Chance zu geben, obwohl man dem Material wenig zutraute. Es entwickelte sich eine regelrechte Obsession, die „mir fast meinen Job gekostet hat“ – und letztendlich nichts als Bestätigung erfuhr.  

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    Im Laufe der Jahre schraubt Scott die Qualitätsmaßstäbe im Bikesektor immer höher, bis hin zur Produktion von e-Mountainbikes.

    Bei Kohlenstofffaser-verstärkten Kunststoffen kommen nämlich neben der schwierigen Verarbeitung nicht unwesentliche Kosten und die naturgegebene Sprödigkeit hinzu. Wird aber richtig gearbeitet, erweist sich Karbon als Bank in Sachen Leichtigkeit und Stabilität. Mitunter ein Grund, wieso es heutzutage neben der Aluminiumausführung als Standardmaterial bei der Herstellung von Fahrrädern gilt. Auf der großen Sportbühne wusste der neue Rahmen sofort zu überzeugen:  

    Der Brite Gary Foord gewann als Erster mit einem Carbonrahmen bei einer MTB-Weltmeisterschaft 1995 einen Titel.   

    Die Liste der Innovationen aus dem Hause Scott geht noch weiter: 2003 brachte man das erste Full-Suspension-Bike auf den Markt, 2012 gehörte man zu den Wegbereitern der 27,5“-Räder und erst letztes Jahr überraschte man den Markt mit der nächsten Neuerung: dem "Syncros Silverton SL", einem aus einem Stück gefertigten Präzisionslaufradsystem aus Carbon.

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    Modernste Technologien, Integration auf allen Ebenen und ein starker Fokus auf eine nachhaltige Ressourcennutzung, funktional verpackt in einem herausragenden Design.
    Und auch in Zukunft wird sich das Rad der Geschichte in der idyllischen Schweiz weiterdrehen und den LeMonds und Foords, aber auch den passionierten Sportlern auf der ganzen Welt, Innovationen schenken, die Standards und Normen im Sport auf den Kopf stellen und revolutionieren werden.