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    Patagonia Artifishal 2019

    Wild bleibt wild. Artifishal ist eine filmische Kampfansage von Patagonia gegen Fischzuchtbetriebe, die den Wildfischen immer mehr zum tödlichen Verhängnis werden. Der Mensch versucht seit jeher die Natur zu kontrollieren, zu lenken, sie für seine Vorhaben zu manipulieren ohne allerdings den geringsten Gedanken daran zu verschwenden, wie es der Umwelt damit wohl ergeht.
    Ein wilder weiblicher Chinook-Lachs schwimmt stromaufwärts zu den Laichplätzen. Vancouver Island, British Columbia. EIKO JONES
    Ein wilder weiblicher Chinook-Lachs schwimmt stromaufwärts zu den Laichplätzen. Vancouver Island, British Columbia. EIKO JONES

    Zuchtfisch vs. Wildfisch – die Bedrohung aus dem Netz

    Seit Jahrzehnten wird rund um den Globus auf Fischfarmen und Fischaufzuchtstationen ein großer Teil der am Markt erhältlichen Fische „produziert“. Lange Zeit galten künstliche Fischaufzuchtstationen in freien, wilden Gewässern als die Rettung vor der ständig schrumpfenden Fischmenge aus den natürlichen Gewässern. Die als ökologisch-nachhaltig definierte Lösung der Fischproduktion um den ständig steigenden, weltweiten Hunger nach dem Fleisch aus dem Wasser zu sättigen, entpuppte sich aber mit der Zeit als tickende Umweltbombe.

    Die de facto rein aus Menschenhand aufgezogenen Fische solcher offenen Netzgehege vor zahlreichen Küsten der Welt verschmutzen und vergiften die Wildfischbestände, sind ein hochkonzentrierter Krankheitsherd für die gesamte Umgebung und lassen innerhalb weniger Jahre die Unterwasserflora und -fauna zum submarinen Friedhof werden.

    Die globale Fischindustrie nutzt Netzgehege in küstennahen Gewässern. BEN MOON
    Die globale Fischindustrie nutzt Netzgehege in küstennahen Gewässern. BEN MOON

    Mit dem Dokumentarfilm ARTIFISHAL will der Patagonia Gründer Yvon Chouinard die Weltöffentlichkeit aufklären, dass mit der massiven Weiterführung von riesigen Fischfarmen die Wildfischbestände empfindlich reduziert werden und schließlich die Gefahr des kompletten Aussterbens ganzer Arten droht. ARTIFISHAL führt mit eindrucksvollen Bildern vor Augen, wie moderne Fischaufzuchtstationen und –farmen in Oregon, Kalifornien und Washington funktionieren und erklärt wie diese menschgemachten, genetisch minderwertigen Zuchtlachse, die wildlebenden Fischbestände in ihren eigenen Habitaten bedrohen.

    Durch Lachsfarmen kommen unberührte Gewässer mit Parasiten, Medikamenten und Fäkalien in Kontakt. Alta, Norwegen. BEN MOON
    Durch Lachsfarmen kommen unberührte Gewässer mit Parasiten, Medikamenten und Fäkalien in Kontakt. Alta, Norwegen. BEN MOON

    Petition gegen die Ausrottung der Wildfische

    Die filmbegleitende Europakampagne konzentriert sich besonders auf die Fischfarmen in Norwegen, Schottland, Irland und Island und darauf wie die Fischindustrie mit Hilfe der jeweiligen Regierungen den massiven Ausbau solcher Aufzuchtanlagen forciert. Bereits jetzt schaut es schlecht aus mit den Wildfischbeständen im Norden Europas. Gab es 1970 noch 8 bis 10 Millionen laichende nordatlantische Lachse, so gibt es heute nur noch 3 bis 4 Millionen davon.

    Besorgte Bürger protestieren protestieren gegen Lachsfarmen. Stammesmitglieder der Yurok und andere Bürger befürworten die Beseitigung von Dämmen am Klamath River, Kalifornien. BEN MOON
    Besorgte Bürger protestieren gegen "Net-Pen"-Lachsfarmen. Stammesmitglieder der Yurok und andere Bürger befürworten die Beseitigung von Dämmen am Klamath River, Kalifornien. BEN MOON

    Der Griff zum richtigen Fisch - was jeder tun kann

    Heutzutage bei Nahrungsmitteln die richtige Wahl zu treffen ist schwierig geworden. Jeder Einkauf hat eine direkte Auswirkung auf die globalen Marktmechanismen. Deshalb gibt es hier einen kleinen Konsumleitfaden für den nachhaltigen Griff zum Fisch:

    - Wildlachs nachhaltiger Fischerei ist in Ordnung, atlantischer Lachs hingegen stammt aus Fischfarmen und somit definitiv nicht nachhaltig

    - Köderfische“, also kleine Fische, sind den großen Fischen (Rote Thunfische, Schwarze Seehechte, Schwertfische, Seehechte usw.) an der Spitze der Nahrungskette, vorzuziehen

    Muscheln sollten öfters auf dem Teller landen, denn sie verbessern die Wasserqualität und schaffen ein Habitat, wo sie angebaut werden

    Zuchtgarnelen aus Südostasien schädigen empfindliche marine Lebensräume in Küstennähe und sind somit ein No-Go für den umweltbewussten Fischesser

    Grundsätzlich gilt, genauso wie beim Fleischkonsum, auch den Fischkonsum zu reduzieren und dafür auf bessere Qualität zu achten.

    Weniger ist mehr, das ist und bleibt wohl der goldene Konsumleitspruch unserer Zeit, auch beim Fisch.
    Fischaufzuchtstationen und Fischzuchtbetriebe gefährden den Wildfisch in ihrem Habitat.